DGE fordert Salz-Reduzierung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) fordert eine Reduzierung des Speisesalzgehaltes in Lebensmitteln. In ihrer aktuellen wissenschaftlichen Stellungnahme, „Speisesalzzufuhr in Deutschland, gesundheitliche Folgen und resultierende Handlungsempfehlung“, nennt die DGE besonders Bluthochdruck als gravierendste Folge von übermäßigem Salzkonsum. Um die Salzzufuhr zu senken, müsse der Speisesalzgehalt in Brot, Fleisch, Wurst und Käse gesenkt werden.

Die Zusammenhänge zwischen Speisesalzzufuhr und Blutdruck seien eindeutig. „Eine hohe Speisesalzzufuhr erhöht das Risiko für Bluthochdruck (Hypertonie). Bluthochdruck gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten“, so die DGE. Aus diesem Grund erhöhe sich durch einen hohen Speisesalzkonsum indirekt auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, die mit knapp 40 Prozent die häufigste Todesursache in Deutschland sind.

Die DGE empfiehlt zur Salzreduktion auf weniger verarbeitete Lebensmittel zurückzugreifen und mehr Obst und Gemüse zu konsumieren. Wenn Speisesalz verwendet werde, sollte mit Jod und Fluorid angereichertes Speisesalz bevorzugt werden. Die Mehrheit der Deutschen esse laut DGE zuviel Salz: Bei rund 70 der Frauen und etwa 80 Prozent der Männer liege die Zufuhr von Speisesalz über dem Orientierungswert von bis zu sechs Gramm pro Tag, den die DGE empfiehlt. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt sogar lediglich fünf Gramm pro Tag. Bei Wissenschaftlern ist die Wirkung von Salz jedoch weiterhin umstritten, wie tk-report minus 18 vor einigen Tagen bereits hier berichtete.     Foto: sabine huerdler / fotolia.com    (Autor: Michael Berkemeier, März 2016) Quelle: DGE  

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