Pickenpack-Insolvenz drückt auf Fischpreise

Der Weltmarkt für Alaska-Seelachs leidet unter den Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Pickenpack-Insolvenz. Die Produzenten hoffen, dass der ursprünglich für März geplante Verkauf der Unternehmensgruppe noch vor Beginn der Seafoodmesse SEG in Brüssel (26. April) abgeschlossen sein möge. Die Preise für Filetblöcke aus einmal gefrorener Ware liegen bei nur noch 2.800 Dollar pro Tonne und für doppelt gefrostete chinesische Filetblöcke sogar nur bei 2.450 Dollar, berichtet Tom Seaman bei Undercurrent News. Ein Grund sei, dass Lieferverträge mit Aldi aufgrund der Unsicherheiten noch nicht unter Dach und Fach seien. Aber auch die Turbulenzen um den früheren Pickenpack-Miteigner Pacific Andes belasteten den Markt für praktisch grätenfreie Filetblöcke und ausgenommenen Alaska-Seelachs ohne Kopf.

Nicht nur die Produzenten der Filetblöcke hoffen verständlicherweise auf anziehende Preise, sondern auch die Verarbeiter in Europa und China, berichtet Tom Seaman unter Berufung auf Informanten aus beiden Bereichen, die nicht genannt werden wollten. Der niedrige Rohwarenpreis bleibe dem Einzelhandel nicht verborgen und könne zu einem erneuten Abrutschen der Fischstäbchenpreise im LEH auf 1,39 Euro für 15 Stück führen, wie es das 2012 nach Markteintritt von TST The Seafood Traders gegeben habe. Der deutsche Einzelhandel hoffe, dass die Pickenpack-Gruppe als dritter Handelsmarkenproduzent neben Frosta und Greenland Seafood erhalten bleibe, schaue sich für den gegenteiligen Fall aber auch schon nach alternativen Lieferanten in Europa um.   Foto: Michael Berkemeier   (März 2016, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: Undercurrent News

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