Pickenpack / Pacific Andes: Streit um Zahlungen

Zwischen dem vorläufigen Insolvenzverwalter der Pickenpack-Gruppe und Pacific Andes gibt es eine rechtliche Auseinandersetzung über Zahlungsforderungen, die der vorläufige Insolvenzverwalter an Pacific Andes gerichtet hatte. Das geht aus einer Bekanntmachung auf der Website der zu 19 Prozent an Pickenpack beteiligten Pacific Andes hervor (Link zum PDF), die am 20. März online gestellt wurde. Um den ersten März herum habe der Insolvenzverwalter eine Forderung über rund 71,9 Millionen Euro gestellt, fällig zum 22. März 2016. Davon seien knapp 52 Millionen Euro bereits Anfang Februar mit Berufung auf Kreditfazilitäten geltend gemacht worden. Pacific Andes brauche mehr Zeit, die Forderungen zu prüfen, heißt es in der Mitteilung, und habe daher gemäß deutschem Recht einen Rechtsbeistand beauftragt. Der habe Rechtsmittel gegen die Forderungen eingelegt.

Die Pickenpack Holding Germany GmbH hatte 2014 bei einem Umsatz von rund 257,6 Millionen Euro Verluste in Höhe von gut 25,8 Millionen Euro gemacht, heißt es in der Anfang 2016 im Bundesanzeiger veröffentlichten Konzernbilanz des Unternehmens. 2013 erreichten die Verluste rund 27,4 Millionen Euro bei einem Umsatz von 174,4 Millionen Euro. Für das Jahr 2014 waren erstmals die Umsätze der 2013 übernommenen TST hinzugekommen: 69 Millionen Euro. Verbindlichkeiten gab es gegenüber Banken (55,7 Mio. Euro), Lieferanten (35,3 Mio. Euro), verbundenen Unternehmen (79,3 Mio. Euro) und Sonstigen (2 Mio. Euro). Für das Geschäftsjahr 2015 erwartete der unterzeichnende Geschäftsführer Finnbogi A. Baldvinsson ein „leicht besseres, aber noch nicht positives Ergebnis“ und machte den Fortbestand des Unternehmens davon abhängig, „dass die Pacific Andes-Gruppe die für 2015 und die Folgejahre geplanten Restrukturierungsmaßnahmen finanziell unterstützt“.   Website-Ausriss: pacificandes.com   (März 2016, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: Pacific Andes

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