NDR: Mängel bei „Essen auf Rädern“

Die langen Warmhaltezeiten bei „Essen auf Rädern“ für Senioren führen offenbar zu deutlichen Vitaminverlusten. Und auch sonst fand der Norddeutsche Rundfunk (NDR) bei einem Test für seine Sendung „Markt“, die heute (4. April) um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, einiges zu kritisieren. Zu viel Salz, zu wenige Nährwert-Informationen – und das bei Preisen zwischen 6,90 und 9,40 Euro pro Gericht. „Menüs von Lieferdiensten können ungesund sein“, heißt es denn auch im NDR-Bericht. In einer Stichprobe hat „Markt“ das „Essen auf Rädern“ von fünf bekannten Anbietern untersucht. Bestellt wurde jeweils das teuerste Gericht. „Gemessen an Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) waren alle fünf Mahlzeiten auffällig“, so der NDR. Laut Laboranalyse enthielten die untersuchten Speisen kein nachweisbares Vitamin C. Auch die Mengen Kalzium und Magnesium waren teils sehr gering. Die meisten Essen wiesen einen auffällig hohen Salzgehalt auf.

Dass der „Test“ bei lediglich einem einzigen Produkt pro Hersteller absolut nicht repräsentativ und kaum aussagekräftig ist, liegt auf der Hand, meint tk-report minus 18. Andererseits liegt ebenso auf der Hand, dass gerade das wärmeempfindliche Vitamin C Standzeiten von mehreren Stunden nicht übersteht. Und der Geschmack leidet ebenfalls darunter. Andererseits können natürlich nicht alle Empfänger gleichzeitig zur Mittagessenszeit beliefert werden. Bislang ist es den Verantwortlichen nicht gelungen, diese eindeutigen Schwächen bei „Essen auf Rädern“ zu beheben. Ein Lösungsansatz könnte es sein, die gekühlten oder tiefgekühlten Gerichte erst im Empfängerhaushalt zu regenerieren. Dafür müsste allerdings ein für alle Essensteilnehmer handhabbarer Weg gefunden werden. Der Umgang mit den heißen Essen direkt aus dem Ofen, teilweise auch das Herausholen aus dem Ofen oder der Mikrowelle ist für viele zu schwierig und zu gefährlich. Hier ist die Entwicklung exakt darauf ausgelegter Geräte erforderlich. So schwierig kann das nicht sein. Erstaunlich und ärgerlich, dass das noch nicht umgesetzt wurde.   Website-Ausriss: NDR.de  (April 2016, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: NDR

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