Fricopan-Werk soll geschlossen werden

Das Fricopan-Werk in Immekath steht offenbar vor dem Aus. Wie der MDR und andere Medien gleichlautend berichten, seien die gut 500 Mitarbeiter des Tiefkühlbackwaren-Herstellers darüber am 4. Mai mit einem zweizeiligen Aushang unterrichtet worden. Näheres sollen sie und anschließend die Öffentlichkeit erst am Montag (9. Mai) auf einer Betriebsversammlung erfahren. Vorher wolle sich die Konzernleitung der Schweizer Aryzta AG dazu gegenüber der Presse nicht äußern. Als möglicher Grund für die Schließung wurden in einem Fernsehbeitrag des MDR eine nicht ausreichende Auslastung der Produktionsstätte Immekath und eine schlechte Verkehrsanbindung genannt. Ein Teil der Produktion solle voraussichtlich, wie zuvor schon die Baguette-Produktion, in das seit 2013 ebenfalls zu Aryzta gehörende Klemme-Werk in Eisleben ausgelagert werden. Der Betriebsrat sei aufgefordert worden, einen Sozialplan zu erarbeiten.

Die Fricopan Back GmbH wurde 1992 von Klaus März und Karl-Heinz Bindewald in Garching gegründet. Das Anfangs-Sortiment aus Baguette und Baguettebrötchen wurde wenig später um klassische Brötchen und Strudel erweitert und umfasst heute mehr als 200 Produkte. 1996 hat Fricopan das Werk in Immekath in Betrieb genommen, 2000 wurde dort ein neues Werk fertiggestellt. Seit Ende 2006 gehört Fricopan zur Hiestand-Gruppe. Hiestand fusionierte 2008 mit der IAWS Group plc und bildete mit dieser die Aryzta AG. Das Schweizer Unternehmen mit seinen rund 10.000 Mitarbeitern zählt zu den international führenden Herstellern von Tiefkühl- und Convenience-Backwaren. Schwerpunkte liegen in Europa und Asien.   Website-Ausriss: Fricopan.de  (Mai 2016, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: MDR et alia

 

 

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