KTG trennt sich vom umstrittenen Chef

Die KTG Agrar SE trennt sich vom Vorstandsvorsitzenden Siegfried Hofreiter, der im Rahmen der Insolvenz des Unternehmens in die Kritik geraten war. Um einem erfolgreichen Eigenverwaltungsverfahren nicht im Weg zu stehen, habe man sich von Hofreiter getrennt, heißt es in einer Mitteilung der KTG. Gleichzeitig beruft der Aufsichtsrat wie angekündigt den Rechtsanwalt Jan Ockelmann aus der Sozietät Johlke Rechtsanwälte als Chief Restructuring Officer (CRO) in den Vorstand. Hofreiter wurde von der Deutschen Investoren Union (DIU) kritisiert.

Die DIU lehnt das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die KTG Agrar SE ab, da sie die Organe der Gesellschaft, aber vor allem Hofreiter, „nicht für integer genug“ hält, das Unternehmen im Interesse der Aktionäre und Anleihegläubiger zu restrukturieren. Die DIU begründet dies damit, dass im Mitte Mai 2016 erschienen Geschäftsbericht der KTG kein Hinweis zu finden gewesen sei, der auf die angespannte Liquiditätssituation hinwies. Zudem wurde im Juni der Einstieg eines chinesischen Investors angekündigt, der aber nicht vollzogen wurde, worüber die KTG Agrar ihre Aktionäre nicht informiert habe, teilt die DIU weiter mit.

Trotz der Forderung der Union nach einem Insolvenzverfahren ohne Einbindung des Managements wurde nun Ockelmann in den Vorstand berufen. Er wird gemeinsam mit dem gerichtlich bestellten vorläufigen Sachwalter Stefan Denkhaus in den nächsten Monaten einen Restrukturierungsplan erarbeiten, um das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung umzusetzen.   Bild: KTG Agrar SE   (Juli 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: KTG Agrar SE

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