Nächste Insolvenz: FZ Foods AG

Nach der Insolvenz der KTG Agrar AG folgt deren ehemalige Tochter FZ Foods. Das Amtsgericht Mühlhausen hat den Antrag der FZ Foods AG auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung genehmigt, heißt es auf der FZ Foods Website. Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Ursache für die wirtschaftliche Schieflage waren laut FZ Foods zum einen die volatilen Rohstoffmärkte im laufenden Jahr, die dem Hersteller von Tiefkühlprodukten mit der Marke Frenzel im Einkauf zu schaffen gemacht hätten. Zum anderen habe sich das Wettbewerbsumfeld im deutschen Lebensmitteleinzelhandel weiter verschärft.

Beide Gründe wurden bereits im Geschäftsbericht 2015 der KTG Agrar AG für die enttäuschende Entwicklung der FZ Foods genannt. „Die Marke Frenzel hat sich im Geschäftsjahr 2015 nicht erwartungsgemäß entwickelt“, heißt es im Bericht. KTG Agrar hat deshalb „die Desinvestition des Tiefkühlbereichs beschlossen und mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2015 durchgeführt.“ Der Verkaufspreis lag bei 27,1 Millionen Euro, wurde aber erst 2016 fällig.

In den kommenden Monaten sollen konkrete Pläne zur Restrukturierung der FZ Foods ausgearbeitet werden. Löhne und Gehälter sind bis auf weiteres über das Insolvenzgeld abgesichert, heißt es. Neben Sachverwalter Scheffler steht der FZ Foods AG der Rechtsanwalt Stefan Ettelt beratend zur Seite. Die KTG Agrar AG musste erst vor wenigen Tagen selbst in die Insolvenz gehen, weil der Konzern Anleihezinsen in Höhe von 17,8 Millionen Euro nicht zahlen konnte.   Website-Ausriss: Frenzel-tk.de   (Juli 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: FZ Foods AG

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