Ernährungsindustrie wächst wieder

Die Halbjahresbilanz der Ernährungsindustrie fällt nach zwei Jahren Stagnation erstmals positiv aus. Die Branche steigerte zwischen Januar und Juni 2016 nach vorläufigen Ergebnissen ihren Umsatz um 0,8 Prozent auf 82,5 Milliarden Euro im Vorjahresvergleich, meldet die Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE). Mengenmäßig konnte sogar ein Zuwachs von 2,2 Prozent erzielt werden, da die Verkaufspreise im Inland um 0,7 Prozent und im Ausland um 2,7 Prozent sanken.

Das Exportgeschäft, der Konjunkturmotor der Branche, konnte ebenfalls weiter wachsen. Die Lebensmittelausfuhren stiegen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf 26,7 Milliarden Euro. Die im Ausland abgesetzte Menge lag aufgrund der Preissenkungen um 5,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Sowohl in den EU-Märkten, als auch außerhalb des Binnenmarktes entwickelte sich das Exportgeschäft der Branche dabei besser als im Vorjahr. Die Exportquote lag zwischen Januar und Juni bei durchschnittlich 32 Prozent.

Auf der Kostenseite herrscht weiterhin Druck. So zeigt sich die Agrarrohstoffpreisentwicklung vor allem erntebedingt volatil. Im ersten Halbjahr 2016 ging der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 3,4 Prozent im Vorjahresvergleich zurück, das Preisniveau blieb jedoch hoch. Einen Zahlenüberblick gibt es hier im PDF.   Archivfoto: Rüdiger   (August 2016, Redaktion: Jörg Rüdiger)   Quelle: BVE

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