„Frei von“-Produkte auf dem Vormarsch

Im Jahr 2015 war die „frei von“-Auslobung auf 31 Prozent der in Deutschland neu eingeführten Lebensmittel- und Getränkeprodukte zu finden. Das geht aus einer Untersuchung der Market-Intelligence-Agentur Mintel hervor. Vor fünf Jahren lag der Anteil nur bei einem Fünftel. Auch in der Schweiz und in Österreich legten „frei von“-Produkte zu. Insbesondere die Kennzeichnungen „glutenfrei“ und „laktosefrei“ haben im Untersuchungszeitraum stark zugenommen. Laut Mintel ernähren sich inzwischen sieben Prozent der deutschen Verbraucher nach eigenen Angaben glutenfrei und 13 Prozent versuchen, den Konsum von Milchprodukten aktiv zu reduzieren oder gar ganz zu vermeiden.

Im vergangenen Jahr wurden elf Prozent aller neueingeführten Lebensmittel und Getränke in Deutschland als „glutenfrei“ gekennzeichnet. Im Jahr 2011 waren es nur sechs Prozent. In Österreich zeigt sich ein ähnliches Bild: 2015 wurden elf Prozent als „glutenfrei“ vermarktet, während es 2011 nur fünf Prozent waren. Mit sechs Prozent war der Anteil in der Schweiz 2015 zwar um einiges niedriger, doch auch hier wuchs das glutenfreie Segment (2011: zwei Prozent).

Neben „glutenfrei“ werden auch immer mehr Lebensmittel- und Getränkeprodukte eingeführt, die mit der Auslobung „laktosefrei“ versehen werden. Laut der Mintel-Untersuchung waren sieben Prozent der 2015 in Deutschland eingeführten Lebensmittel und Getränke als „laktosefrei“ gekennzeichnet (2011: vier Prozent). In Österreich hat sich der Prozentsatz der „laktosefreien“ Produkteinführungen von fünf auf neun Prozent fast verdoppelt. In der Schweiz stieg er von zwei auf vier Prozent.

Insgesamt trugen 2015 in Österreich 40 Prozent der Produkteinführungen eine „frei von“-Kennzeichnungen, während es in der Schweiz 21 Prozent waren. Im Jahr 2011 lag der Anteil in Österreich bei 24 und in der Schweiz bei 13 Prozent. Mintel untersuchte die Produktneueinführungen mit den Kennzeichnungen „glutenfrei“, „laktosefrei“, „allergenfrei“, „hormonfrei“, „GMO-frei“, „ohne künstliche Zusatzstoffe“ und „ohne tierische Bestandteile“.   Bild: Dar1930, guukaa/Fotolia.com   (August 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: Mintel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.