Anderes Alter, andere TK-Produkte

Tiefkühl-Pizza ist der Top-TK-Seller bei jüngeren Verbrauchern, TK-Gemüse liegt in der Altersgruppe über 30 ganz vorn. Doch in jedem Falle gilt: Tiefkühlkost ist in der Mitte der Bevölkerung angekommen. Zwei Drittel der Deutschen kaufen jede Woche TK-Produkte ein (s. Grafik), zeigt eine aktuelle Studie, die das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen POS-pulse durchgeführt hat. Fast ein Viertel aller Befragten (22,3 %) kauft TK sogar mehrmals pro Woche. Zu vernachlässigen ist der Anteil derer, die nie tiefgekühlte Waren kaufen: Denn dieser liegt bei nur 0,3 Prozent.

Bei den Unter-30-jährigen favorisieren 77,6 Prozent Pizza unter allen TK-Produkten. Damit steht die TK-Pizza in dieser Altersgruppe auf Platz eins. Die Ü30 denken zuallererst an Gemüse: Mehr als 77 Prozent legen Produkte aus dieser TK-Warengruppe regelmäßig in ihren Einkaufskorb, in dem sich auch TK- Fisch häufiger findet (Ü30=65%; U30=57%) als bei den Jüngeren. Diese interessieren sich dafür stärker für TK-Obst (Ü30=26%; U30=38%). „Dieses Ergebnis ist höchstwahrscheinlich auf den derzeit aktuellen Smoothietrend zurückzuführen“, so das dti. Gemeinsam ist beiden Altersgruppen die Liebe zu Eiskrem und Desserts (Ü30=72%; U30=71%). Die Warengruppen-Verteilung zeigt sich in dieser Grafik.

TK-Produkte werden von den Befragten sowohl geplant, als auch spontan gekauft: Ein Drittel überlegt im Vorfeld schon ganz genau, welche TK-Produkte beim nächsten Einkauf in den Wagen gelegt werden, das andere Drittel lässt sich eher im Markt selbst inspirieren. „Die Wahrheit, ob Plan- oder Spontankauf liegt also irgendwo in der Mitte“, erklärt das dti. „Dabei lassen sich die Studienteilnehmer offensichtlich nicht von Verkaufsaktionen locken: Sie kaufen regelmäßig TK – auch ohne Sonderangebote.“

Bei der Entscheidung zum Kauf von TK-Produkten stehen ganz klar praktische Vorteile im Vordergrund wie die lange Haltbarkeit, die von fast 80 Prozent der Befragten unter 30 (Ü30=70%) an Platz eins der Kaufgründe genannt wird. Gute Gründe sind auch die einfache Zubereitung und die gute Bevorratungsmöglichkeit mit den Lebensmitteln aus der Kälte.

Bei der Wahl der bevorzugten Einkaufsstätten haben die Vollsortimenter und Großflächen ganz klar die Nase vorn. Überzeugen können TK-Abteilungen bei den Befragten in erster Linie mit einer großen Auswahl an Produkten. Auch eine leichte Orientierung wie klare Sortimentsstruktur und eine angenehme Einkaufsatmosphäre sind den Befragten wichtig. Nicht ganz die Hälfte (43,6 Prozent) der Ü30 ist mit der TK-Abteilung des Lieblingsmarktes zufrieden – bei den U30 sind es hingegen nur 34,9 Prozent. (September 2016, Redaktion: Jörg Rüdiger)  Quelle: dti

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