Öko-Test kritisiert Pommes und Donuts

Mit schlechten Testergebnissen für Donuts und nicht durchweg erfreulichen für Pommes frites kommt die Öko-Test Oktober-Ausgabe in den Zeitschriftenverkauf. Bei den Pommes frites empfiehlt die Zeitschrift zwar die Hälfte der getesteten Marken. Von den 19 getesteten Produkten erhielten acht das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“. Kritik wurde allerdings auch geübt: Neben einem Keimhemmer seien auch erhöhte Acrylamid-Werte gefunden worden. Zwei Hersteller setzen den Kartoffelstäbchen Glukose beziehungsweise Dextrose zu, was Öko-Test als unnötig bewertet.

Ins Labor geschickt wurden zudem 15 Donuts von Donutketten, Backshops sowie aus Tiefkühltruhen verschiedener Märkte. Dabei sind, wie es heißt, alle Marken mit „ungenügend“ durchgerasselt. Der Grund dafür liegt zum einen an Fettschadstoffen, so Öko-Test: „Donuts werden bevorzugt in heißem Palmöl ausgebacken. Das hat zwar den Vorteil, dass dieses Fett frei von ungesunden Transfettsäuren ist. Doch der Rohstoff aus den Früchten der Ölpalme ist oftmals sehr stark mit Glycidyl-Fettsäureestern belastet. Diese Fettschadstoffe werden als erbgutschädigend und möglicherweise krebserregend eingestuft, schon kleine Mengen können die DNA schädigen.“

Bei den Pommes frites enthielten mit Ausnahme von drei Marken alle Tiefkühlpommes im Test Acrylamid, allerdings analysierte das Labor bei acht nur Spuren. „Bei den anderen liegt der Acrylamidwert zwar noch unter dem sogenannten Signalwert“, so Öko-Test, „dennoch sollten Verbraucher vorsichtig sein. Der Schadstoff steckt in zahlreichen Lebensmitteln, die täglich verzehrt werden.“ Der Keimhemmer Chlorpropham wurde  in einigen Packungen nachgewiesen. „Konventionelle Landwirte greifen oft zu diesem Keimhemmer. Doch der Stoff ist vermutlich krebserzeugend“, erklärt Öko-Test. Frei seien nur die vier Bio-Produkte im Test: „Die Öko-Bauern versuchen, die Keimbildung durch eine temperaturgesteuerte Lagerung zu verhindern.“

Die Oktober-Ausgabe des Magazins gibt es seit dem 29. September 2016 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.   (September 2016, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle und Coverfoto: ÖKO-TEST

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