Diskussion um internationale Tierwohl-Standards

Mit einer Forderung nach international einheitlichen Standards auch abseits der Lebensmittelsicherheit endete die Internationale Geflügelkonferenz, die der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) gemeinsam mit dem European Poultry Club und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) als Fachveranstaltung am Rande der in Hannover stattfindenen EuroTier, der Fachausstellung für Tierhaltung und -management, organisiert hatte. Doch wie genau diese Standards aussehen könnten – darüber gingen die Meinungen stark auseinander.

Dr. Alex Thiermann, Veterinärmediziner aus Chile und Vertreter der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE (2. v. l.), kritisierte die EU, nicht offensiv genug bei der Einhaltung ihrer Standards vorzugehen. Er forderte kriterienbasierte Vorgaben mit konkreten Grenzwerten, zum Beispiel für Fußballenverletzungen. Michael Scannell, stellvertretender Generaldirektor der EU-Kommission für den Bereich Lebensmittelsicherheit (2. v. r.), pflichtete Thiermann bei, dass Brüssel viel zu lange zu nachsichtig mit seinen Handelspartnern gewesen sei. „Die Verbraucher werden diese unterschiedlichen Standards beim Tierwohl nicht länger hinnehmen“, sagte Scannell in Hannover.

Paul Lopez, Geflügelfleischproduzent aus Frankreich und Präsident des europäischen Geflügelschlachtereienverbandes a.v.e.c. (1. v. l.) sprach sich für eine Anpassung der Importstandards an die hohen europäischen Standards bei der Erzeugung von Geflügelfleisch und Eiern aus. Ricarod Santin, Vertreter der brasilianischen Geflügelwirtschaft und Vizepräsident des International Poultry Councils (1. v. r.), erwiderte, dass Brasilien für den Handel mit der EU diese hohen Tierwohlanforderungen erfülle.   Bild: ZDG   (November 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: ZDG

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