Vogelgrippe: bundesweite Stallpflicht gefordert

Vor dem Hintergrund der aktuellen Vogelgrippe-Fälle fordert der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) eine bundesweite Aufstallungspflicht für sämtliche Geflügelbestände. Der Verband sieht die Stallpflicht als wichtigen Baustein in Ergänzung zu den Biosicherheitsmaßnahmen an, die von den deutschen Geflügelhaltern bereits umgesetzt werden. Eine risikobasierte Einzelfallbetrachtung fordert der ZDG allerdings für den Wirtschaftsbereich der Gänsehaltung.

Hier sei nach Angaben des Verbands das Einstallen angesichts einer fast ausschließlich in Freilandhaltung praktizierten Gänsehaltung nur schwer zu realisieren. „Eine allgemeine Stallpflicht würde die Halter vor enorme wirtschaftliche und praktische Herausforderungen in der Herdenführung stellen“, sagt ZDG-Geschäftsführer Thomas Janning.

Janning fordert auch Hobby-Geflügelhalter auf, alles zu tun, um eine weitere Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus bestmöglich zu verhindern. Zu den Hygienemaßnahmen zählt zum Beispiel, dass die Tierbetreuer vor dem Betreten der Ställe die Kleidung wechseln, die Schuhe desinfizieren und die Hände waschen. Bei einer flächendeckenden Umsetzung dieser Vorsichtsmaßnahmen sei die Branche laut ZDG zuversichtlich, der Ausbreitung dieser Tierkrankheit einen Riegel vorschieben zu können.   Foto: alpineva, Fotolia.com   (November 2016, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: ZDG

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