Fusion von Linde AG und Praxair bestätigt

Die geplante Fusion wird nun wohl in die Tat umgesetzt: Wie die Linde AG und Praxair Inc. bekanntgegeben haben, streben sie einen Zusammenschluss unter Gleichen mittels eines Aktientauschs unter dem Dach einer neuen Holdinggesellschaft „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ an. Ein nicht-bindendes Eckpunkte-Papier sei bereits unterschrieben worden. Das gemeinsame Unternehmen soll unter dem Namen Linde firmieren und von den USA aus geleitet werden. Es sei vorgesehen, dass es von einem Board of Directors mit gleicher Anzahl an Vertretern von Linde und Praxair geführt werde. Prof. Dr. Wolfgang Reitzle, Aufsichtsratsvorsitzender von Linde, soll als Chairman den Vorsitz dieses Boards übernehmen. Der Vorsitzende des Boards und CEO von Praxair, Steve Angel, soll CEO und Mitglied des Board of Directors werden.

Die neue Holdinggesellschaft werde in einem neutralen Mitgliedsland des Europäischen Wirtschaftsraums („EWR“) angesiedelt werden, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Der CEO des fusionierten Unternehmens werde in Danbury, Connecticut, USA, sitzen. Zentralfunktionen werden adäquat zwischen Danbury und München aufgeteilt, um auch Effizienzen für das kombinierte Unternehmen zu erzielen. „Der strategische Zusammenschluss von Linde und Praxair würde die Stärken beider Unternehmen kombinieren, die globale Präsenz stärken, und dazu ein robusteres Portfolio schaffen, das von langfristigen Wachstumstrends profitieren würde“, sagte Steve Angel, Chairman und CEO von Praxair. „Wir wollen die Fähigkeiten unserer Unternehmen unter dem Namen Linde kombinieren und ein global führendes Unternehmen für Industriegase schaffen“, ergänzt Professor Dr. Aldo Belloni, CEO von Linde.

Das fusionierte Unternehmen würde signifikanten Mehrwert für die Aktionäre schaffen. Erwartet werden jährliche Synergieeffekte in Höhe von rund 1 Milliarde USD (0,9 Milliarden EUR), die von Größenvorteilen, Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen getragen werden. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aktionäre und der zuständigen Regulierungsbehörden und weiteren marktüblichen Bedingungen.    Bild: Linde AG   (Autor: Michael Berkemeier, Dezember 2016)   Quelle: Linde AG

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.