Ernährungsreport: Mehr Tierwohl gefragt

Mehr Tierwohl ist in puncto Ernährung das zentrale Thema der Deutschen. Außerdem wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger in Kita und Schule mehr Ernährungsbildung, die Hand in Hand geht mit einer qualitativ hochwertigen Verpflegung. Das zeigt der „Ernährungsreport 2017“, den Bundesernährungsminister Christian Schmidt Anfang des Jahres vorstellte. Grundlage ist eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.000 Bundesbürgerinnen und Bürgern über 14 Jahren.

Wie schon bei der Befragung zum „Ernährungsreport 2016“ sind die Deutschen unverändert der Meinung: Wenn es ums Essen geht, soll es vor allem schmecken (99 %) und gesund sein (89 %). Im Vergleich zu 2015 zeige sich jedoch eine erhebliche Veränderung: Über die Hälfte der Interviewten legt laut „Ernährungsreport 2017“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) inzwischen Wert auf eine einfache und schnelle Zubereitung (55 %) von Lebensmitteln und greife daher auch gerne mal zu Tiefkühlpizza und Fertigprodukten. Besonders für die Gruppe der unter 30-Jährigen (72 %) und Frauen (63 %) sei die schnelle Zubereitung ein wichtiges Entscheidungskriterium bei Lebensmitteln.

Verbesserungsbedarf sehen die Befragten der Umfrage zufolge aber vor allem im Umgang mit dem Tierwohl: Hier halten sie mit großer Mehrheit (87 %) eine Überprüfung und Verbesserung der Standards für erforderlich und wünschen sich mehr Transparenz für Verbraucher (82 %), etwa durch Siegel oder Label. Neun von zehn Befragten (88 %) wären auch dazu bereit, für Lebensmittel mehr zu zahlen, wenn Tiere dafür besser gehalten worden sind.

Bei Trend-Lebensmitteln wie zum Beispiel Smoothies oder veganen Produkten gehen die Meinungen laut Ernährungsreport auseinander: Während gut die Hälfte solche Lebensmittel eher für eine Modeerscheinung hält (51 %), tut nur noch einer von fünf Befragten (21 %) vegane Produkte als Trendfood ab. Glutenfreie (16 %) und vor allem laktosefreie Lebensmittel (10 %) gelten der Umfrage nach bei der großen Mehrheit der Deutschen inzwischen als Produkte, die auch langfristig im Regal stehen werden. Der vollständige „Ernährungsreport 2017“ des BMEL kann hier heruntergeladen werden.   Foto: Kitty/Fotolia.com   (Januar 2017, Autor: Olaf Behnel),   Quelle: BMEL

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