ZDF: Trickreiche Food-Sendung

„Die Tricks der Lebensmittelindustrie: Turbo-Salami, Tütensuppen & Co.“ ist eine ZDFzeit-Sendung überschrieben, die morgen (17.1.) und am kommenden Dienstag um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Die Überschrift wie auch die Inhaltsbeschreibung lassen einen trickreich auf seichten Medienkonsum ausgelegten meinungsgeprägten Inhalt erwarten. Tiefkühlkost wird aber vermutlich, wenngleich in der Inhaltsbeschreibung stark vertreten, in der Sendung selbst eine eher untergeordnete Rolle spielen. Das ZDF schreibt: „Zeit ist Geld, auch beim Essen. Da sind sich Kunden und Hersteller einig. Die einen wollen eine schnelle Mahlzeit für wenig Geld, die anderen möglichst fix Geld verdienen. Teils simple, teils ausgebuffte Tricks sorgen dafür, dass beide Seiten auf ihre Kosten kommen. Trotz des Bio-Trends regiert in Deutschland immer noch vor allem ein zeitloses Duo: schnell & billig. Kein Wunder also, dass sich zum Beispiel Tiefkühlgerichte nach wie vor ungeheuer gut verkaufen: Rund 3.300 Millionen Kilogramm davon verputzen die Deutschen durchschnittlich pro Jahr, das sind knapp 41 Kilogramm pro Kopf. Heute kommen doppelt so viele Tiefkühllebensmittel auf den Tisch wie noch 1985, vor allem, weil Hektik und Zeitnot den Alltag bestimmten, sagen Verbraucher in Umfragen. Hinzu kommen Fertiggerichte aus der Konserve wie Königsberger Klopse oder Rouladen sowie Klassiker wie Dosenobst und -gemüse. Außerdem beliebt – auch am Arbeitsplatz – sind Tütensuppen oder Mikrowellengerichte.

Das Angebot ist riesig, die Konkurrenz hart, und der Kunde schaut auf jeden Cent. Für Hersteller eine echte Herausforderung, auf diesem umkämpften Markt zu bestehen. Wie schaffen es die Anbieter, immer neue preisgünstige Nahrungsmittel zu entwickeln, die möglichst schnell verzehrfertig sein sollen, aber auch noch gut schmecken? Sie greifen tief in die Schublade von Chemie, Physik und Psychologie und nutzen teils kuriose, teils simple Tricks.

Produktentwickler Sebastian Lege (Foto) kennt die Tricks der Lebensmittelindustrie. Für ZDFzeit nimmt er die industriellen Gaumenfreuden genauer unter die Lupe. Und er demonstriert, was das Motto ‚Zeit ist Geld’ zum Beispiel bei der Salami-Herstellung bedeutet. Künstliche sogenannte „Reifebeschleuniger“ verkürzen die Herstellungszeit so drastisch, dass traditionelle Metzger nur den Kopf schütteln. Doch schmeckt die Turbo-Wurst deshalb wirklich schlechter als eine ordentlich lang gereifte und luftgetrocknete Salami? Und warum haben Kartoffeln in Fertiggerichten oft eine besonders gelbe Farbe oder einen seltsamen Beigeschmack? Experimente im Testlabor, Geschmackstests auf der Straße und Besuche bei industriellen Herstellern illustrieren, welche Tricks dafür sorgen, dass wir schnell und preiswert satt werden – und welcher üble Beigeschmack dabei manchmal bleibt.“   Foto: ZDF   (Januar 2016, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: ZDF

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