Aryzta Gewinnrückgang: Vorstand geht

Die Aryzta AG, der größte Tiefkühlbäcker der Welt, hat wirtschaftliche Probleme. Nach einer Gewinnwarnung am 24. Januar (hier), laut der der Gewinn pro Aktie in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres (August bis Juli) um rund 20 Prozent unter dem Vorjahr lag, teilte das Unternehmen am 14. Februar mit (hier), dass die Konzernspitze zum Ende des Geschäftsjahres ihren Hut nimmt. Konzernchef Owen Killian, Finanzchef Patrick McEniff und der Chef des aktuell besonders in Mitleidenschaft gezogenen Amerika-Geschäfts, John Yamin, werden demnach Ende Juli 2017 ihre Ämter niederlegen. Auf dem Prüfstein steht laut Aryzta auch die aktuelle Beteiligung am französischen Tiefkühl-Einzelhändler Picard. An ihm hält das Unternehmen 49 Prozent mit Option auf die übrigen 51 Prozent.

Als aktuellen Grund für die sinkenden Gewinne gibt Aryzta eine „Schwäche“ in Nordamerika an, die sich zu bereits bestehenden „Schwächen“ in Europa addiere, bei denen wiederum anhaltende Probleme in Deutschland und der Brexit erwähnt werden. Im Mai 2016 hatte Aryzta die Schließung der zum Konzern gehörenden Tiefkühlbäckerei Fricopan in Immekath bekanntgegeben (wir berichteten). Zum Konzern gehören in Deutschland auch die Tiefkühlbackwaren-Hersteller Klemme in Eisleben sowie die ehemalige Hiestand & Suhr Handels- und Logistik GmbH, die zum 1. Januar 2017 in Aryzta Food Solutions GmbH umfirmierte (wir berichteten). Einen ausführlichen Bericht veröffentlichte Moneycab.com (hier). Mittlerweile vermeldete die LZ online, dass auch Europa-Chef Frank Kleiner Aryzta „aus persönlichen Gründen“ Ende Juli verlassen werde.    (Februar 2017, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle und Website-Ausriss: Aryzta

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