Ein Burger aus dem Silicon Valley

Ein in der kalifornischen IT-Hochburg Silicon Valley erfundenes veganes Hack soll sämtliches Hackfleisch der Welt ersetzen. So zumindest der ambitionierte Plan des Start-ups „Impossible Foods“, das einerseits mit Umweltfreundlichkeit, andererseits mit fleischartigem Geschmack argumentiert. Weizen, Kokosöl, Kartoffeln… in das Hack und die aus ihm geformten Burger kämen nur natürliche Zutaten hinein, versprechen die Erfinder. Was ihr Produkt aber von anderen abhebe sei Hämoglobin.

Dieser rote Blutfarbstoff spiele eine besondere Rolle bei dem, was Fleischgeschmack ausmache, erklärte Firmengründer Patrick Brown in einem Spiegel Online Interview. Durch jahrelange Forschung sei es gelungen, ein Hämoglobin produzierendes Gen aus den Wurzelknollen von Soja zu gewinnen und in Hefezellen einzuschleusen. In Fermentern produziere diese Hefe jetzt Hämoglobin für den Impossible Burger.

Es sei Impossible Foods damit gelungen, dem Geschmack von Rindfleisch sehr nahe zu kommen. Denkbar seien künftig auch andere Fleischarten und Fisch. Die veganen Burger aus dem fleischfreien Hack gibt es bereits in einigen wenigen Restaurants in San Franzisco, Los Angeles und New York City zu probieren, die die Firmen-Website als Referenz ausweist, aber noch nicht im Einzelhandel oder online zu kaufen. Für ihre Herstellung werde 95 Prozent weniger Land und 74 Prozent weniger Wasser verbraucht als beim Rinderhack-Burger, heißt es, und es entstünden 87 Prozent weniger Treibhausgase. Das Produkt sei zudem zu 100 Prozent frei von Hormonen, Antibiotika und künstlichen Zusatzstoffen – Hefeextrakt und Xanthan weist die Zutatenliste jedoch aus. Da Hackfleisch ein maßgeblicher Weg ist, das ganze Tier zu verwenden, fehlt in der Umwelt-Berechnung aus dem Silicon Valley zudem vielleicht der dies einbeziehende Aspekt.   Website-Ausriss: Impossiblefoods.com   (Februar 2017, Autor: Jörg Rüdiger)   Quelle: Impossible Foods

 

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