Froneri: Etablierte Brands stärken

Für die Kunden ändert sich zunächst wenig und für die deutschen Produktionswerke besteht wohl keine aktuelle Gefahr: Beim Joint Venture Froneri, in dem R&R Ice Cream mit Speiseeis, Tiefkühlkost und gekühlten Milchprodukten von Nestlé vereint wird, sei man derzeit mitten in dem Prozess, die beiden Firmen zusammenzubringen, schildert Matthias Casanova (Foto), Country Head Deutschland und Österreich der Nestlé Schöller GmbH, im Exklusiv-Interview mit tk-report minus 18 den aktuellen Stand. Die Bildung eines Joint Ventures dauere normalerweise etliche Jahre. Dabei spricht Casanova für die beiden deutschen Produktionsstandorte von R&R in Osnabrück und Nestlé Schöller in Uelzen Beruhigendes aus: „Im Moment ist Osnabrück komplett, Uelzen gut ausgelastet. Der deutsche Markt braucht heute die Kapazität der beiden Produktionsstätten.“

Für Kunden, die Marken oder Handelsmarken der beiden Hersteller beziehen wollen, ändere sich zunächst nichts. „Froneri ist nur ein Firmenname, die Marken werden so weitergeführt wie bisher“, sagt Casanova. „Der Kunde merkt gar nichts von diesem Prozess.“ Allerdings würden zukünftig Eisprodukte unter Lizenzmarken von Mondelez wie Oreo, Milka, Toblerone oder Daim, die R&R bislang nur im LEH verwendet hatte, zusätzlich in Außerhaus-Kanälen in Deutschland ausgerollt, erklärt Casanova. Zudem sollen einige lokale Nestlé-Brands internationaler werden. Froneri setze sowohl auf Marken als auch auf Handelsmarken, zusätzliche neue Marken seien zunächst nicht geplant. „Darauf wird sicherlich nicht der Fokus von Froneri liegen“, sagt Casanova. „Wir wollen unsere existierenden Brands weiter stärken.“ Das komplette Interview mit Matthias Casanova lesen sie in der März-Ausgabe von tk-report minus 18, die am 10. März erscheint.   Foto: R&R Ice Cream  (Februar 2017, Autor: Thomas Hillmann)

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