Hersteller wollen Nährwertampel

Positionswechsel in der Ampeldiskussion: Waren bislang Lebensmittelverarbeiter gegen und Verbraucherverbände für eine Nährwertkennzeichnung mit Ampelfarben, ist es aktuell genau umgekehrt: Nachdem sechs führende multinationale Lebensmittelunternehmen (Coca-Cola, Mars, Mondelez, Nestlé, Pepsico und Unilever) am 8. März Pläne für eine Nährwertkennzeichnung in den Farben grün, gelb und rot vorgestellt hatten, hagelte es Kritik, unter anderem vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Die Kritik richtet sich insbesondere dagegen, dass die Ampel-Angaben sich nicht auf einheitliche Werte von 100 Gramm beziehungsweise 100 Milliliter beziehen sollen, sondern auf frei definierte „Portionsgrößen“. Das sei „nicht akzeptabel“, da die Verbraucher damit keine echte Hilfestellung für den Produktvergleich hätten, meint Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Es gebe kein einheitliches Verständnis darüber, was „eine Portion“ ist: „Menschen essen nicht immer gleich große Portionen“. Die von den Herstellern vorgeschlagene Systematik sei ungeeignet. Der Vergleich des Nährstoffgehalts verschiedener Lebensmittel werde durch sie sogar erschwert und könne in die Irre führen.“   (März 2017, Autor und Foto: Jörg Rüdiger)   Quelle: vzbv et alia

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