Lebensmittel im TV: Titel tendenziell kritisch

Jede dritte TV-Sendung über die Lebensmittelbranche ist bereits im Titel tendenziell kritisch. Das ergab eine Auswertung der PR-Agentur Engel & Zimmermann aus knapp 500 TV-Beiträgen aus dem vergangenen Jahr. „Viele Sender machen in der Programmankündigung mit reißerischen Titeln auf, die bereits auf eine negative Tendenz schließen lassen“, teilt die PR-Agentur mit. Dabei steht die Fleischbranche unverändert am häufigsten im Fokus der TV-Berichterstattung. ARD und ZDF seien laut Engel & Zimmermann die Haupttreiber, was jedoch nicht weiter verwunderlich sei.

Denn die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten widmeten sich dem Thema Lebensmittel weit häufiger als ihre rein werbefinanzierten Kollegen. Von den insgesamt 498 erfassten TV-Sendungen liefen 419 auf öffentlich-rechtlichen und 79 auf privaten Kanälen. Insgesamt ließ fast ein Drittel der erfassten Beiträge bereits im Titel eine negative inhaltliche Tendenz vermuten, teilt Engel & Zimmermann mit. „Ein reißerischer Titel ist ein Garant für Zuschauerinteresse“, erklärt Sybille Geitel, Vorstand von Engel & Zimmermann.

Die häufigsten Themen waren Qualitätschecks, kritische Inhaltsstoffe und Gesundheitsaspekte. War 2015 noch das Thema Verbrauchertäuschung hinter den Qualitätschecks auf Platz 2, rückte im vergangenen Jahr die kritische Betrachtung von Inhaltsstoffen auf den zweiten Rang. Der Veggie-Trend spielte in der TV-Berichterstattung 2016 nur eine untergeordnete Rolle. Von den ausschließlich negativ betitelten Sendungen fiel jeder fünfte auf die Fleischbranche, gefolgt von Obst/Gemüse und Getränken.   Bild: Andrey Popov/Fotolia.com   (März 2017, Autor: Marc Hankmann)   Quelle: Engel & Zimmermann AG

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