Grundsatzvereinbarung zur Reduktion von Zucker, Salz und Fett in Fertiggerichten

Fertiggerichte wie etwa TK-Pizza solIen künftig weniger Zucker, Salz und Fett enthalten. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wurde das Ziel festgehalten, für die Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten gemeinsam mit allen Beteiligten ein Konzept zu erarbeiten. Dazu wurde im Rahmen von drei Runden Tischen gemeinsam mit den Beteiligten das weitere Vorgehen abgestimmt. Im Rahmen des dritten Runden Tisches kam es zur Unterzeichnung der Grundsatzvereinbarung  zwischen der Bundesernährungsministerin und den Wirtschaftsverbänden, zu denen auch das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) gehört.

Die Vereinbarung ist als Basis zu verstehen. Auf dieser Basis werde die Bundesregierung bis zum Jahresende eine Strategie erstellen und Maßnahmen und Ziele konkretisieren. Diese sollen bis 2025 umgesetzt werden. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Ernährungsindustrie, ab 2019 den Gehalt von Zucker, Fetten und Salz in Fertiggerichten zu reduzieren. Übergreifendes Ziel der Initiative ist es, eine wesentlichen Beitrag dazu zu leisten, im Bereich der Fertigprodukte die gesunde Wahl zur leichten Wahl zu machen und damit einen Beitrag zu Verringerung der ernährungsbedingten Krankheiten sowie einen Beitrag zur Verminderung des Anteils der Bevölkerung mit Adipositas und Übergewicht in Deutschland zu leisten und dabei gleichzeitig die Nährstoffversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Bei der Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas müssten Ernährungspolitik und Gesundheitspolitik Hand in Hand gehen.

Mit der Vereinbarung erkenne die Bundesregierung an, dass die Lebensmittelwirtschaft in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Initiativen und Aktivitäten in diesem Kontext geleistet hat. Das dti erklärt hierzu, dass beispielsweise der Salzgehalt bei Tiefkühlpizzen in den letzten 10 Jahren bereits durchschnittlich um mehr als 15 Prozent reduziert wurde. Die Hersteller von Tiefkühlpizza haben sich nach Verbandsangaben zum Ziel gesetzt, auf diesem Wege weiter zu arbeiten und werden sich an der Strategie der Bundesregierung beteiligen. Außerdem werde festgehalten, dass es Ziel der Maßnahme sein müsse, auf freiwilliger Basis eine möglichst breite Mitwirkung der Wirtschaftsunternehmen zu erreichen. Die gelte auch für die freiwillige Reduktion von Transfettsäuren in Lebensmitteln. Die Umsetzung ab 2019 werde durch ein Monitoring und ein übergeordnetes Beratungsgremium begleitet, in dem auch die Wissenschaft, Verbraucherorganisationen, Krankenkassen und Fachgesellschaften aus dem Gesundheitsbereich beteiligt sind. Schon im Herbst 2019 soll dem Gremium ein erster Fortschrittsbericht vorgelegt werden. Die Vereinbarung biete zahlreiche Möglichkeiten für unterschiedliche Vorgehensweisen. Neben der Reduktion von Salz, Fetten und Zucker in Fertigprodukten komme beispielsweise auch die Verkleinerung von XXL-Portionsgrößen in Betracht.

Neben Dr. Sabine Eichner vom dti waren am Runden Tisch vertreten: Stephan Nießner, Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), Franz-Martin Rausch, Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Martin Fuchs, Deutscher Fleischer-Verband (DFV), Eckhard Häuser, Milchindustrie-Verband (MIV), Patrick Kämmerer, Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wag), Dr. Peter Haarbeck, Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS), Dr. Wolfgang Heer, Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ), Karl-Sebastian Schulte, Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und Michael Wippler, Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks.    Bild: Pixabay    Quelle: dti & BMEL

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