Dr. Oetker: Mehr Tierwohl beim Geflügel

Dr. Oetker hat angekündigt, seinen Bezug von Hühnerfleisch bis 2026 auf strengere Standards umzustellen. Für seine Produktion in Europa soll bis zu diesem Zeitpunkt das Hühnerfleisch vollständig aus Quellen bezogen werden, die nach Kriterien der Europäischen Masthuhn Initiative gemästet werden. Bisher liegt der Anteil des Bielefelder Unternehmen bei rund 20 Prozent. Das Fleisch wird in erster Linie für die Produktion der Pizza „Ristorante Pollo“ verwendet. Hierfür benötigt Dr. Oetker nach eigenen Angaben pro Jahr das Fleisch von etwa zwei Millionen Masthühnern.

In den Niederlanden bezieht Dr. Oetker schon jetzt das Hühnerfleisch von Erzeugern, die den Beter-Leven-Standard erfüllen. Dieses vom Unternehmen als Leitlinie festgelegte Tierschutzprogramm geht in einzelnen Bestimmungen wie Besatzdichte, Auslauf sowie Aufzuchtdauer sogar über die bisherigen Kriterien der Europäischen Masthuhn Initiative hinaus. In anderen Punkten setze sich Dr. Oetker für eine Angleichung dieser und weiterer Standards ein. Dadurch sollen Züchter und Betriebe die Standards leichter umsetzen können.

Die Kriterien der Masthuhn Initiative greifen die wichtigsten Problembereiche wie „Turbo-Mast“, Mangel an Platz und Beschäftigungsmaterial sowie Fehlbetäubung bei der Schlachtung auf. Die Kriterien gehen vielfach über die Standards der Initiative Tierwohl hinaus. Eine Übersicht der Albert-Schweitzer-Stiftung, die den Vergleich zwischen Initiative Tierwohl und der Europäischen Masthuhn Initiative zeigt, haben wir für Sie hier hinterlegt.     Quelle & Bild: Albert-Schweitzer-Stiftung / Dr. Oetker   (November 2018)

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