Kartoffelernte auf historisch niedrigem Niveau

Als „historisch niedrig“ bezeichnen Marktbeobachter den Ertrag der Kartoffelernte. Wie der Landvolk-Pressedienst meldet, wird die Gesamternte in Deutschland auf 8,7 Millionen Tonnen beziffert, im Vorjahr fiel die Erntemenge um drei Millionen Tonnen größer aus. Niedersachsen ist hieran mit knapp der Hälfte beteiligt, hier liegt fast die Hälfte der bundesdeutschen Kartoffelfläche von 250.000 Hektar. Auch EU-weit fiel die Kartoffelerntemenge mit knapp 54 Millionen erheblich kleiner aus als im Vorjahr (64,6 Mio. t). Grund für die geringeren Erträge sind die witterungsbedingten Einbußen durch den trockenen und heißen Sommer. So lag die Anbaufläche in der EU mit 1,76 Millionen Hektar nur um 40.000 Hektar unter dem Vorjahreswert.

Der Kartoffelanbau der EU, der sich vorwiegend auf Nordwesteuropa konzentriert, verzeichnete nicht nur in Deutschland kräftige Ernteeinbußen gegenüber dem Vorjahr, sondern auch in Großbritannien, den Niederlanden und Belgien. Das belegen die noch vorläufigen Daten aus den Ländern bzw. Angaben von Eurostat. Danach ist nur Frankreich glimpflich davongekommen, und zwar vor allen Dingen dort, wo Beregnung die Erträge absichern konnte. Mit hohem Aufwand für die Beregnung haben auch Niedersachsens Landwirte im Nordosten des Landes ihre Kartoffelerträge einigermaßen über den Sommer gerettet. Sorgen bereitet ihnen allerdings die Lagerfähigkeit der Knollen, da sie zur Erntezeit sehr warm waren. Nur nach vorhergehender Kühlung ließen sich die Kartoffeln einlagern. Eine höhere Nachfrage nach Kartoffeln kommt in erster Linie von der Kartoffel verarbeitenden Industrie, der Frischverzehr der privaten Haushalte dagegen hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen.   Foto: U.J. Alexander/Fotolia   (November 2018)   Quelle: Landvolk Presse Dienst

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