Einschnitte bei deutschen Fangquoten

Die europäischen Fischereiminister haben die Fangquoten für 2019 beschlossen, dabei stützten sie sich auf die wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES). Deutsche Fischer müssen im kommenden Jahr teilweise empfindliche Kürzungen verkraften. Das gilt insbesondere für Hering und Kabeljau in der Nordsee, die deutsche Fangquote liegt hier im Vergleich zu 2018 um 40 bzw. 35 Prozent niedriger – der ICES hatte eine drastische Kürzung der Fangmengen empfohlen, um eine nachhaltige Bewirtschaftung sicher zu stellen. Bei Seelachs setzt sich der positive Trend hingegen fort, hier liegt die Fangquote in der Nordsee um 16 Prozent über der von 2018. Beim Aal einigte sich der Rat darauf, die Schonzeit von drei Monaten 2019 in Nordostatlantik, Nord- und Ostsee fortzusetzen und im Mittelmeer einzuführen.

„Diese harten Schnitte sind notwendig, damit wir auf Nachhaltigkeitskurs bleiben“, kommentiert Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundesernährungsministerium. „Denn unser Ziel ist es, spätestens 2020 alle Bestände nachhaltig zu bewirtschaften. Das erreichen wir nur, wenn wir den natürlichen Schwankungen der Fischbestände mit unseren Beschlüssen angemessen Rechnung tragen. Damit sichern wir nicht nur unsere lebenden Meeresschätze, sondern auch die Zukunft unserer Fischer. Nachhaltige Fischereipolitik nützt der Natur, den Fischern und den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Es besteht kein Anlass, auf den Genuss von frischem Meeresfisch aus Nordsee und Nordostatlantik zu verzichten.“ Nähere Informationen über die genaue Situation der einzelnen Fischbestände sind über die Website „Fischbestände online“ abrufbar: https://fischbestaende.thuenen.de.   Foto: Pixabay   (Dezember 2018)   Quelle: BMEL

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