BMEL: Nationale Strategie zur Reduzierung von Food Waste

Im Bundeskabinett wurde die von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner vorgelegte Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung verabschiedet. Ziel ist es, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung in Deutschland pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Lebensmittelabfälle einschließlich Nachernteverlusten zu verringern. Laut BMEL werden derzeit jährlich in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.

Dazu sollen bestehende Hürden und Barrieren bei der Weitergabe von Lebensmitteln politisch überprüft werden. Unternehmen werden zudem aufgefordert, Lebensmittelabfälle während der Produktion und des Transports zu minimieren und in ihren Verkaufsräumen Bewusstsein für das Thema zu schaffen. „Bedarfsgerechte Bestellgrößen oder häufigere Warenlieferungen und Warenumverteilungen zwischen Filialen sind weitere denkbare Maßnahmen“, so Julia Klöckner, die auch an die Verantwortung der einzelnen Verbraucher appelliert. Weitere Lösungen sieht sie in der Digitalisierung, zum Beispiel im Bereich der intelligenten Verpackungen, die anzeigen, ob Produkte noch verzehrbar sind.

Die Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung sieht vor, dass in Dialogforen pro Sektor gemeinsam mit Lebensmittelunternehmern, zivilgesellschaftlichen Organisationen, den zuständigen Länder- und Bundesressorts sowie der Wissenschaft konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung erarbeitet werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Belangen der kleinen und mittleren Unternehmen. Bis Ende Juni werde das Thünen-Institut zudem ein Monitoringsystem erarbeiten, so Klöckner.   Foto: Pixabay  (Februar 2019)   Quelle: BMEL

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