MRI: Sterne-Modell vorgestellt

Das von Ernährungsministerin Julia Klöckner in Auftrag gegebene Modell zur Nährwertkennzeichnung ist fertig. Das Max Rubner-Institut (MRI) stellte jetzt eine Lösung vor, die auf eine fünfstufige Bewertung nach Sternen setzt. Das Modell sei als Brückenschlag zu verstehen, so das Karlsruher Institut, es  verbinde was „bisher schon an Gutem und Vorteilhaftem vorhanden war“. Der Bewertung der Lebensmittel liegt dabei der Nutrient Profiling System Score der Food Standards Agency in Großbritannien zugrunde, auf den der in Frankreich entwickelte Nutri-Score-Algorithmus basiert.

Farblich hervorgehoben sind beim MRI-Modell allerdings nur die Bereiche für die Inhaltsstoffe, die unter den Grenzwerten der wissenschaftlich belegten Aussagen nach der Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben der Health Claims-Verordnung liegen.

Die Sterne bewerten zusammenfassend den Energiegehalt, den Gehalt an ausgewählten Nährstoffen und den Anteil ausgewählter Lebensmittelgruppen (z. B. Gemüse, Nüsse) am Produkt. Hierzu werden Grenzwerte, bezogen auf 100 g bzw. 100 ml des Produktes, herangezogen, um Punkte zu vergeben. Je günstiger die zusammenfassende Bewertung ausfällt, desto mehr Sterne werden vergeben. Darüber hinaus werden die Gehalte an Energie und den ungünstigen Nährstoffen Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz pro 100 g bzw. 100 ml des Produkts einzeln angegeben. Im Sommer will Ministerin Klöckner die Verbraucher über vier bis fünf Modelle zur Nährwertkennzeichnung abstimmen lassen.   Quelle und Grafik: MRI   (Mai 2019)

 

 

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