Nestlé: Deutschland isst öfter außer Haus

Das Ernährungsverhalten der Menschen in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich geändert – das zeigen die Ergebnisse der Nestlé-Studie „So is(s)t Deutschland 2019“. Demnach ist für immer weniger Menschen eine warme Mahlzeit am Tag die Regel. Dies gilt nur noch für 45 Prozent der Befragten (2009: 55 Prozent). Die Hauptmahlzeit muss auch für immer weniger Menschen mittags sein. Vor zehn Jahren aßen noch 47 Prozent ihre Hauptmahlzeit mittags, heute sind es nur noch 39 Prozent. Mit dem Abendessen ist so fast ein Gleichstand erreicht (38 Prozent). Und das Mittagessen wird immer häufiger außer Haus eingenommen. Vor zehn Jahren aßen noch 54 Prozent mittags zuhause, aktuell sind es noch 42 Prozent.


Gleiches gilt für das tägliche Kochen: Nur noch knapp die Hälfte der Bevölkerung (52 Prozent) kocht heute jeden Tag. Genauso viele essen zu festgelegten Essenszeiten (52 Prozent), auch hier ein Rückgang von zehn Prozentpunkten. Auch die Zeit, die sich fürs Essen genommen wird, ist morgens, mittags und abends durchgehend um fünf Prozentpunkte zurückgegangen. Um den gleichen Wert stieg die Zahl derjenigen, die angaben, dann zu essen, wenn Sie gerade Zeit oder Hunger haben (34 Prozent).

„Die Ernährungskultur wird immer heterogener. Ernährung wird immer mehr an die individuellen Bedürfnisse und Lebenssituationen angepasst. Dadurch lösen sich feste Gewohnheiten auf und die Ansprüche an die eigene Ernährung wie der Ernährungsalltag unterscheiden sich immer mehr“, erklärt Professor Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, das die Studie für Nestlé durchführte. Als Ursachen nannte Köcher den zunehmenden Zeitmangel durch die steigende Erwerbsquote, die Entstrukturierung der Tagesabläufe wie auch die generell zunehmende Spontanität und Individualisierung der Gesellschaft. Dazu komme eine bemerkenswerte Auseinanderentwicklung des Ernährungsverhaltens der verschiedenen sozialen Schichten.   Quelle & Bild: Nestlé   (Mai 2019)

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