Jeder zweite bricht Kochlehre ab

Nur knapp 70 Prozent der Azubis sind mit ihrer Ausbildung „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Das ist das Ergebnis des Ausbildungsreports 2019 des Deutschen Gewerkschaftsbundes, für den 16.181 Auszubildende über alle Berufe hinweg befragt wurden. Vor zehn Jahren waren es noch 75,5 Prozent. Zu den am schlechtesten bewertesten Lehrberufen zählen Koch/Köchin und Hotelfachfrau/-mann. Laut DGB brechen 48 Prozent der Köche ihre Lehre vorzeitig ab, während es zum Beispiel bei den Verwaltungsfachangestellten lediglich 4,1 Prozent sind.

Obwohl sich die Zahl der Azubi-Stellen für Köche seit 2006 halbiert hat, werden von 100 freien Stellen nur 18 dauerhaft besetzt. Dem DGB-Bericht zufolge sind unter anderem die Arbeitsbedingungen ein Grund für die Unzufriedenheit: Rund 52 Prozent der Köche sowie 57 Prozent der Hotelfachleute gaben an, regelmäßig Überstunden machen zu müssen. 49 Prozent der Koch-Azubis halten Digitalisierung und Automatisierung für wichtige Themen. Nur ein Viertel der Befragten meint, gezielt für das Nutzen digitaler Technologien qualifiziert zu werden.   Quelle: DGB   Bild: Pixabay   (September 2019)

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