ZDG kritisiert Tierwohl-Label

Die deutsche Geflügelwirtschaft sieht deutlichen Nachbesserungsbedarf bei dem am Mittwoch (4.9.) vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzespaket für mehr Tier- und Umweltschutz in der Landwirtschaft. „Ein freiwilliges Label wird niemals die gewünschte Breitenwirkung erzielen und ist mit deutlichen Wettbewerbsnachteilen verbunden“, sagt Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG). 

Ripke wiederholte zudem seine Forderung nach einer Tierwohlpämie: „Die vollständige und gesicherte Erstattung der Mehrkosten für unsere Bauern muss Kernbaustein bei der Tierwohlkennzeichnung sein.“ Ferner müssten die politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen im Bau- und Immissionsrecht  geändert werden, sonst bleibe das Label bloße Theorie. Der ZDG-Präsidient ist optimistisch, dass die geforderten Änderungen noch erzielt werden können: „Wir setzen hier stark auf die parlamentarische Debatte und die Ergebnisse des von Bundesministerin Klöckner eingesetzten Kompetenznetzwerks Nutztierstrategie. Es braucht einen Gesellschaftsvertrag, breit getragen vom Erzeuger über den Handel bis hin zum Verbraucher.“   Quelle & Bild: ZDG     (September 2019)

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