Verpackungsregister: Beteiligung nicht ausreichend

Knapp ein Jahr nach Start des Verpackungsregisters hat das Umweltbundesamt (UBA) eine erste Bilanz gezogen. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger (Foto) lobte den Aufbau des Systems als schnell und professionell, kritisierte aber die Beteiligungsmenge. Nach Angaben des UBA haben sich bislang rund 170.000 Unternehmen registriert. „Trotz intensiver Informationsarbeit sind die Registrierungen und die Beteiligungsmengen aber noch nicht ausreichend. Manche Hersteller zahlen weiterhin keine oder zu wenig Entgelte für die Sammlung und Verwertung ihrer Verpackungen“, erklärte Krautzberger.

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister habe mittlerweile wirksame Mechanismen eingerichtet, mit denen sie kontrolliert, welche Hersteller und Systeme ihren Pflichten nicht ausreichend nachkommen, so die UBA-Präsidentin. „Damit ist die Basis für eine konsequente Verfolgung dieser Ordnungswidrigkeiten durch die Länder geschaffen. Die Bundesländer müssen nun aktiv werden und diese Ordnungswidrigkeiten konsequent mit dem dafür nötigen Personal verfolgen“, sagte Krautzberger. Das neue Verpackungsregister hatte am 1. Januar 2019 seine Arbeit aufgenommen. Seit diesem Termin besteht die Pflicht für Hersteller von Verpackungen, die typischerweise beim privaten Endverbraucher als Abfall anfallen, sich im Verpackungsregister zu registrieren.   Quelle & Bild: Umweltbundesamt    (November 2019)

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