Fangmengen: Weniger Kabeljau, mehr Schellfisch

Die Fischereiminister der Europäischen Union haben in Brüssel die Fangmengen für die Fischbestände im Nordost-Atlantik festgelegt. Für die deutsche Fischerei sind hierbei insbesondere die Fischbestände in der Nordsee von Bedeutung. Erfreulich für die hiesige Fischerei sei, dass sich bei den pelagischen Arten die Fangmengen für die Makrele deutlich um 41 Prozent erhöht haben und beim Hering dieselbe Fangmenge wie 2019 zur Verfügung stehen wird, teilte Claus Ubl vom Verband der deutschen Kutter- und Küstenfischer (VDKK) mit. Auch bei den beiden Bodenfisch-Arten Scholle und Seezunge wurde die Fangquote für das nächste Jahr um 17 Prozent bzw. 40 Prozent erhöht. 

Eine starke Absenkung der Quote um 50 Prozent gab es beim Nordseekabeljau (Foto). Der Grund: beim Kabeljau gibt es seit einigen Jahren Nachwuchsprobleme insbesondere im südlichen Teil des Verbreitungsgebietes. „Die Zukunft wird zeigen, ob sich der Nordseebestand immer weiter in den Norden ausdehnt“, teilte VDKK-Sprecher Ubl mit. Als zentrale Ursache für diese Entwicklung werde der Klimawandel diskutiert. Durch die Schonung von Laichgebieten und Jungfischkonzentrationen soll die Bestandssituation noch schneller verbessert werden, als es durch eine einfache Quotenkürzung geschehen würde.   Quelle: VDKK   (Dezember 2020)

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