Fischverbrauch in Deutschland unter EU-Durchschnitt

Die Ausgaben der Konsumenten für Fisch und Meeresfrüchte in der EU stiegen im vergangenen Jahr insgesamt auf 59,3 Mrd. Euro und damit um rund 3 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Fischmarktbericht der EU hervor. Wild gefangener Fisch macht etwa drei Viertel des Gesamtwertes aus. Der Rest stammt aus der Aquakultur. Die Selbstversorgung der EU schwankt seit Jahren zwischen 40 und 50 Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fischereierzeugnissen liegt in der EU bei rund 25 kg pro Jahr, während in Deutschland rund 14 kg pro Kopf konsumiert werden. 

Die europäische Aquakultur hat einen Anteil von rund 10 Prozent am Gesamtumsatz mit steigender Tendenz insbesondere durch die Arten Lachs und Wolfsbarsch. „Die Entwicklungen auf dem Markt zeigen, dass die Produktgruppe Fisch beliebt und zukunftsfähig ist. Wer die Fischerei hierzulande totreden will oder als sterbendes Gewerbe bezeichnet, liegt voll neben der Spur“, sagt der Präsiden des Deutschen Fischerei-Verbands Hocker. „Aus deutscher Sicht ist es jetzt wichtig, in der Ostsee auf die schwierige Lage angemessen zu reagieren. Die Flottenkapazität muss angepasst und die nachgelagerten Strukturen zukunftsfähig umgestaltet werden.“   Quelle & Bild: Deutscher Fischerei Verband    (Dezember 2019)

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