BVE: Weitere Konzentration im Einzelhandel verhindern

Anlässlich des Spitzengesprächs zwischen Politik, Handel und Ernährungsindustrie im Bundeskanzleramt am 3. Februar fordert die Deutsche Ernährungsindustrie die Bundesregierung auf, einer weiteren Konzentration im Einzelhandel entgegen zu treten. „Wer faire Preise möchte, muss das grundsätzliche Problem des Kräfteungleichgewichts in der Lebensmittelkette beheben. Das gelingt nur, wenn die EU-Richtlinie gegen unfaire Handelspraktiken nachgebessert wird“, sagte Dr. Christian von Boetticher, stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE). Zudem müssten die Rechte der Lebensmittelhersteller in der Umsetzung der EU-Richtlinie gegen unfaire Handelspraktiken gestärkt werden.

So müsse bei der Umsetzung in nationales Recht sichergestellt werden, das unfaire Geschäftspraktiken generell und nicht nur in ausgewählten Fällen verboten werden. Auch müsse der Zugang der Unternehmen der Ernährungsindustrie zu den Beschwerdeverfahren erleichtert werden. Dr. von Boetticher weist weiter darauf hin, dass die Verhandlungsmacht der Absatzseite den Druck auf Lebensmittelhersteller und Bauern immer weiter erhöht hat. Das wirke sich auch nachteilig auf das Lebensmittelangebot für den Verbraucher aus. „Die wesentliche Wertschöpfung in der Lebensmittelproduktion findet in der Ernährungsindustrie statt. Die Ertragslage der Branche entwickelt sich seit Ende der 1990er Jahre unterdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtwirtschaft. Wenn wir weiter in eine nachhaltige Lebensmittelproduktion investieren wollen, muss ein fairer Wettbewerb gestaltet werden“, so Dr. von Boetticher.   Quelle: BVE    (Februar 2020)

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