VDKL mit Forderungskatalog an die Politik

Der Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen e.V. (VDKL) hat heute (18. März) drei zentrale Forderungen an das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) kommuniziert, die aus dem Mitgliederkreis an ihn herangetragen wurden und die die außerordentlich wichtige Bedeutung der Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen in der derzeitigen Situation betonen. Dazu zählt erstens, Logistikunternehmen bundesweit einheitlich als sogenannte „Kritische Infrastrukturen (KRITIS)“ anzuerkennen. Hierzu gehören Unternehmen mit wichtiger Bedeutung für die Allgemeinheit, bei deren Ausfall nachhaltig wirkende Störungen oder andere ernsthafte Folgen für die Allgemeinheit eintreten würden. Dies bedeutet, dass diese Unternehmen und auch deren Mitarbeiter und Kinder aufgrund der Bedeutung für die Lebensmittelversorgung unter einen besonderen Schutz gestellt werden.

Zweitens müssten aufgrund der besonderen Bedeutung von Kühllogistikunternehmen auch einzelfallabhängig Sonderregelungen für den Fall einer Quarantäne oder sonstiger Corona-Betroffenheit von Kühllogistikunternehmen getroffen werden, so der VDKL. Es sei daher zu vermeiden, dass durch behördliche Anordnungen Betriebe gegebenenfalls pauschal kurzfristig geschlossen werden.

Außerdem müsse es für Kühllogistikunternehmen und insbesondere Kühlspeditionen individuelle Fahrzeitenerleichterungen außerhalb der allgemeinen geltenden gesetzlichen Regelungen geben. „Die gegenwärtigen Ruhezeiten- und Fahrzeitenregelungen erschweren die kontinuierliche Lebensmittelversorgung erheblich“, so der VDKL. Einzelfallabhängig müsse es daher möglich sein, dringend erforderliche Lebensmittellieferungen auch außerhalb der geltenden Pausen- und Ruhezeiten dem Einzelhandel zuzustellen. Über die Forderungen wird der VDKL heute mit dem BMWi in einer Telefonkonferenz diskutieren.  Quelle & Bild: VDKL   (März 2020)

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