Gastro-Arbeitsmarkt: „Schockierende Zahlen“

Von „schockierenden Arbeitsmarktzahlen“ spricht der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Guido Zöllick (Foto). Der Zugang in Arbeitslosigkeit im April stieg im deutschen Gastgewerbe um nie dagewesene 208,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das sei die höchste Steigerung aller Branchen der deutschen Wirtschaft, so Zöllick. Auch bei der Kurzarbeit sind die Zahlen in Gastronomie und Hotellerie extrem hoch. So wurde im März und April für mehr als eine Million Beschäftige Kurzarbeit angezeigt. Damit sind insgesamt mehr als 95 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe betroffen.

Guido Zöllick: „Das sind katastrophale Zahlen. Für Unternehmer wie Mitarbeiter ist das eine dramatische Ausnahmesituation. Das Gastgewerbe liegt am Boden.“ Die Zahlen treffen eine Branche, die in den letzten zehn Jahren mehr als 300.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen hat und in der noch im Februar dringend Fachkräfte gesucht wurden. Die Branche habe in der Vergangenheit das Instrument der Kurzarbeit so gut wie gar nicht genutzt, unterstreicht der Dehoga-Präsident.    Quelle & Bild: Dehoga  (Mai 2020)

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