Kartoffelmarkt in Schwierigkeiten

Nachdem bereits am Wochenende der Präsident des Deutschen Bauernverbandes darauf hingewiesen hat, dass die deutschen Bauern auf Bergen von mindestens 350.000 Tonnen Verarbeitungskartoffeln sitzen, die nicht zu Pommes frites bzw. anderen Verarbeitungsprodukten verwertet werden können, bittet nun auch der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e. V. (BOGK) um finanzielle Hilfen, insbesondere für die Landwirtschaft.

Da der Absatz im Bereich der Gastronomien, Kantinen und Großveranstaltungen bezüglich Kartoffelverarbeitungsprodukten nahezu komplett eingebrochen ist, entstehen bei den Landwirten, aber auch bei der verarbeitenden Industrie erhebliche, nicht mehr zu kompensierende wirtschaftliche Schäden, argumentiert der BOGK. „Hier muss jetzt die Politik mit Hilfen tätig werden, sei es auf EU-Ebene oder auf nationaler Ebene“, sagt der Geschäftsführer der Fachsparte der Kartoffelverarbeitung im BOGK, Horst-Peter Karos.

Ein weiterer wesentlicher Grund für diese dringend notwendige Unterstützung liege darin, dass in Europa durch einzelne Länder nationale Unterstützung in Form von Hilfen für nicht verarbeitete Kartoffeln gewährt werden, was zu einer Wettbewerbsverzerrung beim Verkauf von Kartoffelverarbeitungsprodukten, u.a. Pommes frites in Deutschland führen werde. Auch um diese Benachteiligung abzuwenden, wendet sich der BOGK an die deutschen Behörden und die deutsche Politik mit der Bitte, hier konkrete Hilfen zu gewähren.   Quelle: BOGK   Bild: Shutterstock/Dmitriy Gutkovskiy   (Mai 2020)

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