Ploner fürchtet Dominanz der Ketten

Der bekannte Gastro-Berater und Buchautor Jean-Georges Ploner hat für die Gastronomie nach der Corona-Krise zehn Zukunftstrends prognostiziert. Ploner befürchtet: „Amerikanische Verhältnisse mit Dominanz der Ketten wird das Bild der deutschen Gastronomie bestimmen.“ Währenddessen verschwindet nach seiner Einschätzung die Individualität. Tischreservierung und Platzierung würden üblich. Ploner: „Gemütliches Sitzen nach dem Essen, wie in Deutschland Tradition, gehört der Vergangenheit an.“ Vielmehr werde es ähnlich wie in den USA verstärkt geplante Zeiten für die Belegung geben.


Take Away und Delivery befreien sich nach Ploners Auffassung vom Fastfood-Image, würden dafür aber hochwertiger und erlebnisorientierter.
Gäste bevorzugen Ploner zufolge künftig Lokale mit Außenbereichen. Die Gastronomie werde es schwer haben, die Innenbereiche zu belegen. Bestehende Restaurants würden sich mit Terrassen erweitern; bei neuen Lokalen werde der Außenbereich größer geplant als der Innenbereich. Als eine Art Gegenreaktion auf die vielen Einschränkungen sagt Ploner eine Bewegung voraus, die statt Gesundheit Freiheit über alles stellt. Er sagt: „Wo Verbote sind, lockt der Reiz des Verbotenen. Vergleichbar der Zeit der Prohibition in den USA, entsteht eine Form der geheimen Gastronomie in Dinner-Clubs und Speak-Easy Bars.“ Quelle & Bild: Global F&B Heroes (Mai 2020)

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