GfK: Corona bringt Tiefkühlhoch im April

Der April stand ganz im Zeichen des Lockdowns und damit von ‚Kochen zu Hause‘. Das hat der Tiefkühlkost (inkl. Speiseeis) zu einem fulminanten Umsatzwachstum von 26,7 Prozent verholfen, womit die Entwicklung im vorangegangenen Monat März (+22,7 %) noch übertroffen wurde. Auch im Vergleich zu Food gesamt (+23 %) entwickelte sich die Kategorie erneut deutlich überproportional, konstatiert der GfK Consumer Index für den April 2020.

„Neben Corona sorgte wohl auch der sonnigste April seit Aufzeichnungsbeginn für eine grandiose Entwicklung bei Speiseeis“, argumentiert die GfK und nennt als zusätzlichen Treiber noch das Ostergeschäft. 45 Prozent Mehrumsatz stehen hier zur Buche. Das Wachstum rührt etwas stärker von den Hauspackungen her (+47,0 %) und dabei insbesondere von den Handelsmarken (+49,3 %). Der Beitrag der Multipackungen fällt mit 43 Prozent Umsatzzuwachs aber nur leicht geringer aus. Hier treiben die Marken (+44 %) das Wachstum stärker an.

Anders als Speiseeis ist die Tiefkühlkost im April mit einem Umsatzwachstum von 22,5 Prozent nicht ganz so stark gewachsen wie im März (+25 %). Es wird insbesondere über die Einkaufshäufigkeit getrieben (+9,9 %; von durchschnittlich 3,1 auf 3,4 Einkaufsakte im Vergleich zum April 2019). Mit Ausnahme von TK-Süßspeisen verzeichnen die TK-Segmente ein hohes zweistelliges Wachstum. Die Top 3 sind dabei: TK-Obst und Säfte (+42,2 %), TK-Fertiggerichte (+30,4 %) und TK-Fleisch/Geflügel (+26,1 %), dicht gefolgt von TK-Gemüse (+25,9 %), TK-Fisch/Meeresfrüchte (+23,2 %) und TK-Kartoffelprodukten (+21,5 %). Der umsatzstarke April macht sich auch in der Kumulation bemerkbar: +15,7 Prozent für die Gesamtkategorie Tiefkühlkost inkl. Speiseeis im YTD April 2020. Dabei ist die Entwicklung für Speiseeis mit plus 20 Prozent positiver als die für TKK mit plus 15 Prozent, so die GfK.   Quelle: GfK   Bild: dti   (Juni 2020)

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