ZDG: Tarifvertrag statt Gesetz

Die deutsche Geflügelwirtschaft regt einen Tarifvertrag für die gesamte Fleisch-Branche an. Das erklärte Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG): Aus Sicht des ZDG ist der allgemeinverbindlich erklärte Tarifvertrag gegenüber der von der Politik diskutierten gesetzlichen Festschreibung des Arbeitnehmerschutzes die klar stärkere Lösung: Er biete den Beschäftigten durch umfassende Regelungen effektiven Arbeitnehmerschutz und sichere überdies den Unternehmen die dringend nötige Flexibilität durch Arbeitnehmerüberlassung, also Leiharbeit, so der ZDG.

„Der Tarifvertrag bietet die Chance, die zahlreichen Vorschläge zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Detail festzuschreiben“, sagte ZDG-Präsident Ripke. Das sektorale Verbot von Werkverträgen und Arbeitnehmerüberlassung hält der ZDG nach wie vor für verfassungswidrig. Gleichwohl hat die Branche den Verzicht auf Werkverträge ab Januar 2021 erklärt. „Die Arbeitnehmerüberlassung als wichtiges Instrument für saisonale Absatzspitzen aber brauchen wir“, betont Ripke. „Hier bitten wir die Politik um klare Differenzierung und wichtige Unterstützung.“ Quelle & Bild: ZDG (Juli 2020)

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