Afrikanische Schweinepest: Verdachtsfall bestätigt

Erstmals ist in Deutschland die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen worden. Das teilte Bundesministerin Julia Klöckner mit. Die Krankheit wurde bei einem toten und schon stark verwesten Wildschwein im Spree-Neisse-Kreis in Brandenburg festgestellt. „Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich“, sagte Klöckner. „Für den Verbraucher ist auch kontaminiertes Fleisch ungefährlich.“ Für Haus- und Wildschweine endet die Infektion allerdings fast immer tödlich. „Wir hatten befürchtet, dass die ASP keinen Bogen um Brandenburg machen würde. Jetzt ist sie da. Nun geht es darum, dass Schlimmste zu verhindern und die Hausschweine in unseren Ställen gesund zu halten“, erklärt Henrik Wendorff. Präsident des Landesbauernverbands Brandenburg (LBV).

Um das Seuchengeschehen zu begrenzen, richten die Veterinärbehörden derzeit um den Fundort herum eine Kernzone, ein gefährdetes Gebiet sowie eine Pufferzone ein. Innerhalb dieses Bereichs werden umfassende Maßnahmen gegen die Ausbreitung der ASP und zum Schutz der Hausschweine ergriffen. Mit dem Ausbruch der ASP im Landkreis Spree-Neiße hat die zuständige Behörde die Regie mit zahlreichen zusätzlichen Befugnissen übernommen. Hieraus erwächs eine besondere Verantwortung. „Wir wünschen uns von den verantwortlichen Akteuren vor Ort Klarheit und einen reibungsarmen Kommunikationsfluss. Die betroffenen Tierhalter stehen mächtig unter Druck“, so der LBV-Präsident. In Brandenburg werden nach Angaben des Landesbauernverbands rund 750 000 Schweine in etwa 170 Betrieben gehalten. Quellen: BMEL, LBV Bild: Screenshot der PK auf Twitter (September 2020)

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