Dehoga: Umsatzverluste von knapp 50 Prozent

Die Krise im Gastgewerbe ist noch lange nicht vorbei – trotz mancherorts gut gefüllter Biergärten und Ferienhotels. Ganz anders als in den Urlaubsorten ist die Situation in den Städten. Die Lage der Tagungs- und Stadthotels, der Eventcaterer und Discotheken ist weiterhin dramatisch. 61,6 Prozent der gastgewerblichen Unternehmer bangen um ihre Existenz. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) am Dienstag (8.9.) in Berlin vorgestellt hat. „Nach zehn Wachstumsjahren verzeichnet die Branche seit Anfang März Umsatzverluste historischen Ausmaßes“, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick (Foto). 

Auch wenn sich die Einbußen in den letzten Wochen etwas abschwächten, sei die Branche aufgrund von Abstandsgeboten und Kapazitätsbegrenzungen von Normalumsätzen noch meilenweit entfernt. „Angesichts der verheerenden Auswirkungen reichen die derzeitigen staatlichen Hilfen nicht aus“, so Zöllick. Um eine gewaltige Pleitewelle zu verhindern und Arbeitsplätze zu retten, forderte der Dehoga-Präsident Nachbesserungen bei den Überbrückungshilfen, die Entfristung der Mehrwertsteuersenkung mit Einbeziehung der Getränke sowie eine gesetzliche Klarstellung zur coronabedingten Pachtminderung.

Die Corona-Pandemie hat das Gastgewerbe in seine größte Krise der Nachkriegszeit gestürzt. Laut der aktuellen Dehoga-Umfrage meldeten die Betriebe von März bis August Umsatzeinbußen von 55,8 Prozent. Auch in den Sommermonaten Juli und August lagen die Umsätze immer noch 43,2 beziehungsweise 41,8 Prozent unter den Vorjahreswerten. Bezogen auf das Gesamtjahr rechnen die Betriebe mit Umsatzverlusten von knapp 50 Prozent.

An der Dehoga-Umfrage zur aktuellen Lage und zu den Perspektiven der Branche beteiligten sich in der Zeit vom 1. bis 6. September 5.600 Gastronomen und Hoteliers. Quelle & Bild: Dehoga (September 2020)

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