Kükentöten ab 2022 verboten

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat einen Gesetzentwurf zur Beendigung des Kükentötens vorgelegt. Damit soll das Töten von Eintagsküken in Deutschland ab 2022 verboten werden. Den Geflügel-Betrieben stünden marktreife Alternativen zur Geschlechtsbestimmung im Brutei bis Ende 2021 in entsprechendem Maße zur Verfügung, so Klöckner. Derzeit arbeiten alle Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei in einem Zeitraum vom 9. bis 14. Bebrütungstag. Insgesamt wird ein Küken 21 Tage ausgebrütet. Pro Jahr werden in Deutschland etwa 42 Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlupf erstickt oder geschreddert. 

Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG), begrüßte den Ausstieg aus dem Kükentöten, kritisierte aber den Zeitrahmen: „Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, eine kurzfristige Lösung bis Ende 2021 sei unproblematisch möglich.“ Außerdem wies Ripke darauf hin, dass ein rein nationales Gesetz nicht im Ausland gelte. „Im Rahmen des freien Warenverkehrs in der EU können und werden also zum Beispiel polnische oder niederländische Brütereien weiterhin männliche Küken am ersten Lebenstag töten und dort im Rahmen dieser Lieferkette erzeugte Eier/Eiprodukte hier im Lebensmitteleinzelhandel wie auch im Großverbrauchersegment anbieten“, so der ZDG-Präsident. Quellen: BMEL, ZDG Bild: ZDG (September 2020)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.