Lieferbäckereien als Motor der Großbäcker

Die Corona-Effekte haben zu einer gespaltenen Geschäftslage bei den Großbäckern geführt. Das berichtete Prof. Dr. Ulrike Detmers, Präsidentin des Verbands Deutscher Großbäckereien e.V., auf der Jahrespressekonferenz in Gütersloh. Stark nachgefragt seien die Leistungen der Gruppe der Liefergroßbäckereien, da die hygienisch verpackten Brote und Backwaren, die über die Brotabteilung verkauft werden, die Bedürfnisse der Shopper in Corona-Zeiten haargenau befriedigten.

Die Gruppe der Filialgroßbäckereien habe dagegen durch den Lockdown Absatz- und Umsatzeinbrüche zu verzeichnen – die Kundenfrequenz ging teilweise stark zurück, die Snack-Nachfrage brach ein. „Homeoffice, Online-Konferenzen, der Einbruch beim Food-Service belasten das Geschäft“, so Detmers. Die Verbandspräsidentin wagte zugleich eine Prognose zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des gesamten Segments: „Der Markanteil der Liefergroßbäckereien und Filialbäckereien im Umfang von 70 Prozent des Branchenumsatzes, der 2018 mit insgesamt rd. 21 Mrd. Euro im Jahr beziffert wird, bleibt stabil bzw. wächst leicht an.“

Zudem bekräftigte Prof. Dr. Detmers, dass die Großbäckereien weiterhin Julia Klöckners Reduktions- und Innovationsstrategie unterstützen. In einem jahrelangen Prozess haben die Lieferbäckereien den Salzgehalt wichtiger Brotsorten schrittweise reduziert, so Detmers. Im deutschen LEH werden heute nur noch verpackte Brote mit Salzgehalten zwischen 1 und 1,3 Prozent angeboten. Der Arbeitskreis Reformulierung des Verbandes Deutscher Großbäckereien arbeite aktuell an der Gestaltung der Zielvereinbarung zur Salzreduktion in Brot und Backwaren.   Quelle:  Verband Deutscher Großbäckereien Bild: Kreklau/Großbäcker  (September 2020)

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