EU-Parlament lehnt Umbenennung von Veggie-Burgern ab

Das Europäische Parlament hat gegen das „Veggie-Burger-Verbot“ gestimmt. Pflanzen-basierte Fleischersatzprodukte dürfen damit auch weiterhin als Burger, Schnitzel, Steak oder Wurst deklariert werden. Die Europaabgeordneten haben sich jedoch dafür ausgesprochen, die Verwendung von beschreibenden Begriffen wie „Art Joghurt“ und „Käsealternative“ für pflanzliche Milchprodukte zu verbieten. Begriffe wie „Mandelmilch“ und „veganer Käse“ sind in der Europäischen Union bereits seit 2017 verboten. Ziel beider Änderungsanträge war es, angebliche Verwirrung bei Verbrauchern zu vermeiden. 

Nico Nettelmann, Kampagnenleiter bei ProVeg, begrüßte das Votum des EU-Parlaments gegen die Einführung von Namensbeschränkungen für pflanzliche Alternativen zu Fleisch, bedauerte jedoch „zutiefst sein Votum für die weitreichenden und völlig unnötigen Beschränkungen bei der Benennung von pflanzlichen Milchproduktalternativen. Obwohl das Verbot angeblich die Verwirrung der Verbraucher verhindern soll, ist klar, dass erst die Umbenennung zu dieser führen wird“, so Nettelmann.

Es sei anzunehmen, dass der Sektor für pflanzliche Milchprodukte jetzt vor erhebliche Herausforderungen gestellt werde. Auf Hersteller pflanzlicher Milchprodukte könnten nun finanzielle Belastungen im Zusammenhang mit der Umbenennung, dem Rebranding und der Wiedervermarktung ihrer Produkte zukommen, erklärte Nettelmann weiter.

ProVeg schätzt den Marktanteil für pflanzliche Milchalternativen auf aktuell rund 10 Prozent, mit stark steigender Tendenz. Der Marktanteil von pflanzlichen Wurst- und Fleischalternativen liege noch darunter. „In den kommenden Jahren wird dieser Markt mit zweistelligen Zuwachsraten im mittleren Bereich weiter kräftig zulegen“, so ProVeg. Quelle: ProVeg, Bild: Magdanatka/Shutterstock (Oktober 2020)

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