Corona-Ausbruch: Froneri arbeitet an Ursachenforschung

Beim Speiseeishersteller Froneri in Osnabrück ist die Zahl der Corona-positiv getesteten MitarbeiterInnen auf 210 gestiegen, insgesamt 398 MitarbeiterInnen hatten eine negatives Testergebnis. Jetzt gehe es um eine differenzierte Ursachenforschung, sagte Geschäftsführer Dr. Gotthard Kirchner. Hierfür habe man mit dem Gesundheitsamt Osnabrück, Experten der Stadt und der Betriebsärztin einen Abstimmungskreis eingerichtet. Eine erste Erkenntnis: Ein Zusammenhang mit der Zentrale des Unternehmens in Großbritannien kann derzeit nicht festgestellt werden. Bereits seit Monaten hatte es zwischen den beiden Standorten keine Dienstreisen gegeben.

Bereits seit März 2020 hatte Froneri nach eigenen Angaben in enger Abstimmung mit der Betriebsärztin, dem Klinikum Osnabrück, dem Arbeitssicherheitszentrum und weiteren Behörden ein umfassendes Hygienekonzept installiert, welches kontinuierlich an die aktuellen Standards angepasst wurde. So galt zum Beispiel Abteilungsübergreifend grundsätzlich eine Abstandspflicht von 2 Metern und eine allgemeine Maskenpflicht. Abstände zwischen Arbeitsbereichen wurden vergrößert, die Belüftung optimiert, Arbeitsprozesse angepasst (um Menschengruppen zu vermeiden) und FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Seit Frühjahr 2020 befinden sich darüber hinaus mehr als 50 Prozent der MitarbeiterInnen im Homeoffice, heißt es in einer Stellungnahme. Wie es dennoch zur Übertragung kommen konnte, soll die Ursachenforschung mit den Fachleuten klären. Froneri setze dabei auf volle Transparenz und Kooperation, so Dr. Gotthard Kirchner.

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Osnabrück hatte sich Froneri in der KW 6 für eine vorübergehende Standortschließung entschlossen. Der gesamte Standort bleibt noch bis mindestens zum 26. Februar geschlossen, die Produktion ruht. 

Mit den erkrankten MitarbeiterInnen steht Froneri nach Kirchners Worten in Kontakt: „Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen eine rasche Genesung und einen ganz milden Verlauf der Krankheit.“ Die Belegschaft habe großartig reagiert und die für alle schwierige Situation in großer Solidarität gemeistert. Die Kundinnen und Kunden seien über den Produktionsausfall und dessen Hintergründe ebenfalls informiert worden. Quelle & Bild: Froneri (17. Februar 2021)

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