Geflügelwirtschaft gegen Mercosur-Abkommen

Eine neue Kampagne von EU-Landwirten wendet sich gegen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Ländern. Der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) unterstützt die Kampagne und appelliert mit Nachdruck an die Bundesregierung, dem Abkommen nicht zuzustimmen. Für die Landwirte in der EU sei das Abkommen inakzeptabel, heißt es. Zu den Mercosur-Ländern gehören u.a. Argentinien, Brasilien und Paraguay.

Die Ratifizierung des Mercosur-Abkommens auf EU-Ebene ist für die erste Jahreshälfte 2021 vorgesehen. Der ZDG fürchtet, dass in dessen Folge „jede Woche sechs Millionen Hühner durch zollfreie Importe aus den Mercosur-Ländern substituiert“ würden. Das entspräche zusammengenommen der jährlichen Geflügelfleisch-Produktion von Dänemark, Finnland und Schweden.

Das EU-Mercosur-Abkommen vergrößere die Kluft für EU-Landwirte zum Rest der Welt deutlich und schaffe aufgrund von Doppelstandards ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Zudem würde mit dem Abkommen die Abholzung des Regenwalds eher gefördert statt eingedämmt, so der ZDG. Quelle & Bild: ZDG (Februar 2021)

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