GfK: TKK wuchs 2020 zweistellig

Zum Ausklang des Corona-Jahres 2020 wartet die Kategorie Tiefkühlkost (inkl. Speiseeis) im Dezember mit einem zweistelligen Wachstum auf und geht mit einem Umsatzplus von 20,7 Prozent in den Jahreswechsel. Das vermeldet der GfK Consumer Index 12/2020. Dies bedeutet im Vergleich zu Food gesamt (+19,9 %) eine überdurchschnittliche Performance. Dabei erzielt Speiseeis in der Einzelbetrachtung ein etwas schwächeres Ergebnis als TKK; Speiseeis wächst im Umsatz um 17,5 Prozent, maßgeblich getrieben durch die Marken (+18,8 %) und im Speziellen durch deren Multipackungen (+28,8 %), so die GfK. TKK setzt im Dezember 2020 einmal mehr ein Ausrufezeichen und wächst um 21,1 Prozent. Besonders stark performen TK-Fisch/-Meeresfrüchte (+31,8 %), TK-Kartoffelprodukte (+31,4 %), TK Gemüse (+24,6 %) und TK Fertiggerichte (+23,9 %).

Die Entwicklung im Gesamtjahr 2020 steht für die Tiefkühlkost (inkl. Speiseeis) klar im Zeichen der Corona-Pandemie, konstatiert die GfK: Der Gesamtmarkt erreichte ein zweistelliges Umsatzwachstum von 13,6 Prozent. Tiefkühlkost legt analog zum Wachstum der Gesamtkategorie wertmäßig um 13,6 Prozent zu, Speiseeis liegt mit plus 13,4 Prozent nur knapp dahinter. Dabei verlief die Entwicklung beider Segmente über das Jahr hinweg unterschiedlich, berichtet die GfK: Während sich die Haushalte vor dem Hintergrund geschlossener Kitas/Schulen und Home-Office zu Beginn des ersten Lockdowns im März verstärkt mit Tiefkühlkost bevorrateten, stieg mit Voranschreiten des Jahres die Nachfrage nach Speiseeis, um daheim Genussmomente zu schaffen.

Dabei setzten die Haushalte im Krisenjahr bei Tiefkühlkost inklusive Speiseeis vermehrt auf „verlässliche Markenprodukte“, so die GfK. Diese kommen auf ein Umsatzplus von 14,4 Prozent, während die Handelsmarken 12,5 Prozent hinzugewannen. Besonders deutlich zeigt sich die Markenpräferenz beim Speiseeis. Hier sind die Marken mit plus 16,7 Prozent beinahe doppelt so stark gewachsen wie die Handelsmarken (+8,8 %). Insgesamt betrachtet zeichnen sich bei Speiseeis die Hauspackungen (+15,2 %) stärker als die Multipackungen (+11,8 %) für das starke Ergebnis verantwortlich. Auch bei der Tiefkühlkost lässt sich eine stärkere Markenpräferenz (13,8 % zu 13,3 % Handelsmarken) ausmachen, wenn auch der Unterschied hier weniger deutlich ausfällt als beim Speiseeis. Die Top-3 Tiefkühlkost-Segmente im Corona-Jahr 2020 sind nach GfK-Zahlen mit deutlich zweistelligem Umsatz-Wachstum TK-Obst/Säfte (+22,2 %), TK-Gemüse (+18,4 %) und TK-Fertiggerichte (+17,9 %).   Quelle: GfK   Bild: dti   (Februar 2021)

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