Stiftung Warentest testet Veggie-Burger-Pattys

In ihrer aktuellen Ausgabe stellt die Stiftung Warentest 18 fleischlose Veggie-Burger-Pattys auf den Prüfstand, vier davon tiefgekühlt. Neun Produkte im Test erhielten das Qualitätsurteil gut (davon zwei TK-Pattys), acht befriedigend, ein Produkt schnitt insgesamt nur mangelhaft ab. Testsieger wurde der „Beyond Burger“ (Foto) von Beyond Meat mit der Note 1,8. Das TK-Patty bekam die sensorische Traumnote 1,0: Die Tester der Stiftung Warentest fanden keine kritischen Keime, kein zugesetztes Glutamat, nichts Tierisches in Vegan-Varianten. „Ähnlich wie Rindfleisch, kräftige Röstnoten, leicht bissfest und saftig“, lobt die Stiftung.

Den zweiten Platz teilt sich Edekas TK-Patty „No Meat Just Burger“ mit dem Frische-Patty von The Vegetarian Butcher (beide 2,1). Während Vosskos „Pea Burger“ mit der Gesamtnote 3,1 im Mittelfeld landet, ziert Iglo mit seinem „Vegetarischen Burger“ aus der Green Cuisine überraschend das Tabellenende mit der Note 5,5. Dort wiesen die Tester vier Schadstoffe in kritischen Mengen nach: „Im Fettanteil fanden wir Glycidyl-Ester, aus dem der Körper das wahrscheinlich krebserregende Glycidol freisetzt, und 3-MCPD-Ester, die sich in möglicherweise krebserregendes 3-MCPD umwandeln“, so die Stiftung Warentest. 

Iglo teilt in einer Stellungnahme mit, die 3-MCPD-Ester und die Glycidyl-Ester seien über Grillstreifen in die Pattys geraten, auf die nun verzichtet werde. Auch für die Belastung mit Mineralölkohlenwasserstoffen vom Typ Mosh, die sich in Organen anreichern können, gibt Iglo eine Erklärung: Sie stammen aus Erbsenprotein, inzwischen werde ein Erbsenprotein eines anderen Lieferanten verwendet und damit sei dieses Problem nun behoben. Konkrete Spuren von Chlorat, das die Jodaufnahme hemmen kann, sind bislang nicht erklärbar und konnten in den Analysen der Zutaten nicht bestätigt werden, so Iglo.

Mancher Veggie-Patty enthält etwas mehr Kalorien und Fett als ein Patty aus Rindfleisch, dafür punkten etliche Veggies mit gesunden Omega-3-Fettsäuren aus Pflanzenöl und Ballaststoffen aus Pflanzenfasern, resümieren die Tester. Die pflanzlichen Alternativen hätten darüber hinaus einen deutlich kleineren CO2-Fußabdruck als Fleisch. Quelle: Stiftung Warentest Bild: TMT Taurus (Mai 2021)

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