Tiefkühlwirtschaft startet wissenschaftliches Projekt gegen Lebensmittelverschwendung

Gemeinsam mit dem Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke (ZNU) hat das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. (dti) ein Pilotprojekt zur Erfassung von Lebensmittelverlusten auf der Verarbeitungsstufe gestartet. Damit wollen die beteiligten Mitgliedsunternehmen des dti ein wichtiges Zeichen für die Tiefkühlwirtschaft und zur Unterstützung der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung setzen, die vom dti als Unterzeichner der Grundsatzvereinbarung mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vereinbart wurde.

Die Pilotunternehmen erfassen erstmals branchenübergreifend Daten über die Verluste in der Lebensmittelverarbeitung nach einer einheitlichen wissenschaftlichen Methodik. Mit der Erfassung von Primärdaten wollen dti und ZNU einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage auf der Stufe der Verarbeitung leisten und unterstützen die Unternehmen bei der weiteren Optimierung ihrer internen Prozesse.

Als methodische Grundlage entwickelt das ZNU in Kooperation mit dem dti und Fachleuten aus den Unternehmen der Tiefkühlwirtschaft einen Bogen zur Erfassung und Berechnung von Lebensmittelverlusten. Die Methodik lehnt sich an den international anerkannten Food Loss and Waste Standard (FLW-Standard) und den Leitfaden zum Umgang mit Lebensmittelverlusten in der Lebensmittelindustrie (LeDaNa) an. Der FLW-Standard wurde unter anderem von der UN mit entwickelt und definiert grundsätzliche Leitlinien für die Quantifizierung und Berichterstattung über Lebensmittelverluste. Es ist das erste Mal, dass aussagekräftige und vergleichbare Daten für die Verarbeitung von Lebensmitteln innerhalb einer Branche erhoben werden, betont das dti. Damit stelle die Tiefkühlwirtschaft ein weiteres Mal ihre Vorreiterrolle im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung unter Beweis und stehe zugleich zur Erfüllung der Grundsatzvereinbarung. Quelle & Bild: dti (Mai 2021)

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